STEPHAN FRUCHT

Dirigent

Mit fünf Jahren erhielt Stephan Frucht seinen ersten Geigenunterricht. Bereits im Alter von acht Jahren gab er sein Debüt mit einem Violinkonzert von Vivaldi. Seine Ausbildung als Geiger begann Frucht zunächst an der Musikhochschule Hannover bei Jens Ellermann. Stephan Frucht Später studierte er an der Universität der Künste Berlin in der Meisterklasse von Thomas Brandis. Nach dem Diplom begann er seine Dirigierausbildung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Seither tritt er immer häufiger als Dirigent und Ensembleleiter hervor. Für seine musikalische Arbeit erhielt Frucht zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, u.a. beim Wettbewerb der Berliner Rundfunkanstalten, dem Richard-Wagner-Verband, der Konrad-Adenauer- sowie der Yehudi-Menuhin-Stiftung und der Karl-Flesch-Akademie. Seine Schwerpunkte liegen v.a. bei Bach, Mozart, Schubert und Bruckner, aber auch bei zeitgenössischen Komponisten, wie z. B. Arvo Pärt oder Manfred Trojahn, der für ihn komponierte.

Seine Diskographie umfasst mittlerweile neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen mehrere CD-Einspielungen, die u.a. in Zusammenarbeit mit den Rundfunkklangkörpern aus München, Berlin oder Leipzig sowie der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker oder dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin entstanden sind. Dabei arbeitete er mit renommierten Solisten wie Albrecht Mayer, Wenzel Fuchs, Radoslaw Szulc oder Hartmut Rohde zusammen. Seit 2006 leitet Stephan Frucht auch den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft als Geschäftsführer.


ORCHESTER DER DEUTSCHEN OPER BERLIN


Das Orchester der Deutschen Oper Berlin gehört zu den renommiertesten Klangkörpern der neueren deutschen Geschichte. Orchester der Deutschen Oper Berlin Gegründet wurde es 1912 als das Hausorchester des Deutschen Opernhauses an der Bismarckstraße, das nach 1925 unter dem Namen "Städtische Oper" firmierte. Legendäre Dirigenten wie Bruno Walter, Artur Nikisch, Leo Blech, Richard Strauss, Max von Schillings und Wilhelm Furtwängler prägten diese Zeit an dem aufstrebenden Opernhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg dirigierte dort auch Herbert von Karajan, Ferenc Fricsay, Eugen Jochum, Karl Böhm und Wolfgang Sawallisch. Später folgten u.a. Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Horst Stein, Zubin Mehta oder Giuseppe Sinopoli.

Auch als Generalmusikdirektoren konnte die Deutschen Oper Berlin stets klangvolle Namen verpflichten: Lorin Maazel, Gerd Albrecht, Jesús López-Cobos und Rafael Frühbeck de Burgos. Von 1997 bis 2004 hieß der Chef Christian Thielemann, der besonders das Wagner-Repertoire des Orchesters kultivierte. Mit dem aktuellen Generalmusikdirektor Donald Runnicles gelang dem Orchester zuletzt zudem eine herausragende Tristan-Produktion. Aber auch das symphonische Repertoire wird an der Deutschen Oper Berlin durchgehend gepflegt. Die vielen CD-Aufnahmen nahezu der gesamten Konzertliteratur zeigen die künstlerische Vielfalt und die hohe Musikalität des Ensembles. Das Orchester, das Vicco v. Bülow alias Loriot zu seinen Ehrenmitgliedern zählte, engagiert sich immer wieder auch für wohltätige Zwecke, so z.B. für die Aids-Stiftung, den Brandenburger Dom oder zugunsten von Kindern und Jugendlichen.

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