So schützt die Praxis-Schulung bei team energie Fahrer und Kunden vor teuren Schäden
Fahrerschulungen bei Heizöl-Lieferungen
Montagmittag in Garbsen. Kurz nach eins rollen mehrere Tanklaster auf den Hof der team energie GmbH & Co. KG. Kein ungewöhnliches Bild – und doch ist an diesem Tag etwas anders. Statt direkt zur nächsten Heizöllieferung geht es für Fahrpersonal, Mitarbeitende aus Vertrieb und Disposition sowie drei digital zugeschaltete Teilnehmer zunächst in den Schulungsraum.
Auf dem Programm steht eine Fahrerinformationsveranstaltung mit einem Thema, das im Alltag schnell teuer werden kann: Ölschäden bei der Befüllung von Tankanlagen. Referent ist Jürgen Meyer, Diplom-Geologe und Sachverständiger bei der KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH, kurz KUSS. Seit vielen Jahren begleitet er Unternehmen aus dem Energie- und Transportbereich bei Öl- und Umweltschäden – und bringt jede Menge Praxisbeispiele mit.
Dass die Schulung nicht nur Pflichtveranstaltung ist, merkt man schnell: Die Diskussionen sind offen, die Fragen konkret, der Austausch lebendig. Die ersten Versuche fanden bereits im Jahr 2012 statt, richtig Fahrt nahmen die Schulungen jedoch erst ab 2020 auf. Seitdem ist dies bereits eine von rund 20 Schulungen, die Jürgen bereits bei team energie durchgeführt hat. Ein Zeichen dafür, wie wichtig Prävention im Tagesgeschäft ist – gerade bei Heizöllieferungen an Privatkunden.
Denn die Realität vor Ort ist oft herausfordernd: Tankanlagen sind nicht selten 30 oder 40 Jahre alt, technisch überholt, schlecht gewartet oder so verbaut, dass kein richtiger Zugang mehr möglich ist. Einfüllstutzen lassen sich nicht eindeutig zuordnen, Grenzwertgeber sind verpilzt, Tankräume zugestellt. „Die TRwS 791, das Handbuch für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, ist für Fahrer so etwas wie die Bibel“, sagt Jürgen Meyer – und macht klar, wie hoch die Anforderungen an Sorgfalt und Fachkenntnis sind. In Streitfällen wird vom Fahrer oft eine höhere Fachkunde erwartet als vom Privatkunden.
Besonders wichtig ist ihm eine Botschaft: Hinschauen, hinterfragen und im Zweifel abbrechen. Vertrauen und Selbstbewusstsein gehören genauso dazu wie technische Kenntnisse. „Man wird nicht zu 100 Prozent ohne Schäden sein“, sagt Meyer. „Aber wer den Mund aufmacht, steht am Ende nicht allein da.“ Frühzeitige Schadenmeldungen, aussagekräftige Fotos und ehrliche Angaben helfen, Schäden schneller und oft deutlich kostengünstiger zu regulieren.
Die Beispiele aus der Praxis reichen von vertauschten Einfüllstutzen über Öl im Wohnraum bis hin zu Mährobotern, die unbemerkt Füllschläuche zerschneiden – mit Schäden bis in den sechsstelligen Bereich. Gleichzeitig zeigt die langjährige Zusammenarbeit zwischen team energie, KRAVAG und KUSS, wie wirksam gutes Schadenmanagement und regelmäßige Schulungen sein können: Schäden werden schneller erkannt, Verantwortlichkeiten klarer zugeordnet und unnötige Eskalationen vermieden. Unternehmen können von den Erfahrungen der Sachverständigen der KUSS enorm profitieren.
Am Ende bleibt der Eindruck eines Nachmittags, der Wissen vermittelt, sensibilisiert – und Mut macht. Oder, wie es Jürgen Meyer formuliert: „Geht an die Tankanlage ran, schaut euch an, was Sache ist.“ Ein einfacher Satz mit großer Wirkung.
