Personenversicherung Transport und Logistik

Newsletter 4/2023

Drei Fragen an René Netzeband

René Netzeband ist Leiter Personenversicherung der R+V Lebensversicherung AG, und obwohl seine Position es nicht vermuten lässt, hat er in seinem Berufsalltag sehr regelmäßig Kontakt zu vielen Menschen aus der Transport- und Logistikbranche. Anja Ludwig sprach mit ihm über seine Arbeit, die Herausforderungen, denen er dort begegnet und über das, was ihn außerhalb seiner Arbeit beschäftigt.

 

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Wenn man die Themen „Versicherungen“ und „Spedition & Logistik“ zusammenbringt, denken viele sicher zuerst an Sattelzugmaschinen, Waren oder große Lagerhallen. Wie passen deine Tätigkeitsbereiche, nämlich die Personenversicherungen, dazu?

Ich gebe dir gerne ein konkretes Beispiel: sehr viele Mitarbeitende der Branche Spedition & Logistik sind täglich für uns alle auf der Straße unterwegs, damit Waren und Menschen von A nach B kommen. Im besten Fall sicher und ohne besondere Vorkommnisse. Leider passieren dabei Unfälle, häufig entstehen dabei Sachschäden. Doch in manchen Fällen entstehen auch Personenschäden. Einige Unternehmen übernehmen besondere Verantwortung für Ihre Mitarbeitenden und sorgen dafür, dass diese im Falle eines Unfalls eine zusätzliche Leistung aus einer Firmen-Unfallversicherung erhalten. Zum Beispiel in Form einer einmaligen Kapitalzahlung oder dauerhaften Rente. Das ist für den betroffenen Mitarbeitenden besonders wertvoll, wenn dieser etwa schwer verletzt ist und / oder sogar dauerhafte körperliche Beeinträchtigungen behält. Das kann zu enormen finanziellen Einbußen oder hohen Kosten führen, beispielsweise weil der eigene Job nicht mehr ausgeübt werden kann. Das ist eine mögliche Lösung. Es gibt viele weitere.

 

Welchen besonderen Herausforderungen stehst du gegenüber, wenn du mit Unternehmern der Branche über deine Themen sprichst?

Sehr vielen! [Lacht] Wenn ein Unternehmen einen weiteren Lkw kauft und zulassen möchte, dann weiß es, dass eine Haftpflichtversicherung benötigt wird. Andernfalls darf das Fahrzeug nicht im Straßenverkehr teilnehmen. Das ist klar und das weiß auch jeder. Da ist ein Bewusstsein für Problem und Lösung. Wenn ein Unternehmen einen neuen Mitarbeitenden einstellt, weiß es häufig nicht, dass eine betriebliche Altersvorsorge eigentlich längst nicht mehr „nur freiwillig“ ist. Das ist leider nicht klar und das weiß nicht jeder. Da ist kein Bewusstsein, aber mehrere Probleme und keine Lösung. Dabei können wir dann helfen.

Sehr oft muss ich jedoch schon viel früher ansetzen, um überhaupt mit den Unternehmen über diese Themen sprechen zu können. Dabei geht es sehr oft darum herauszufinden, wie groß ein mögliches Problem eigentlich ist. Konkret am Beispiel: Wie stark ist ein Unternehmen vom „Fahrermangel“ betroffen? Drückt der Schuh sehr doll, und das ist sehr oft so, ist die Folgefrage „Was wird dafür getan, neue Mitarbeitende zu finden und zu halten?“ Meine Erfahrung ist: meist nicht genug. Und dann wird es wirklich spannend. Warum wird nicht genug getan? Das kann zahlreiche Gründe haben. „Es gibt keine Fahrer“, höre ich häufig. Manchmal stelle ich fest, dass nach Personal wie vor 30 Jahren gesucht wird, wir kennen ja alle die Macht der Gewohnheit. Und in einigen Unternehmen treffen sehr unterschiedliche Menschen und / oder Generationen in einem Bewerbungsgespräch aufeinander – ein 65-jähriger Unternehmer versucht einen 19-jährigen Menschen einzustellen und von einem Unternehmen zu überzeugen. Da muss sich der Unternehmer gut vorbereiten, sonst wird das nicht funktionieren. In wenigen Fällen sind ganz viele, sehr gute Dinge im Unternehmen vorhanden, aber es scheitert an der Kommunikation nach innen und ganz besonders nach außen.

 

Erzähl mir noch etwas über dich.

Ich investiere täglich etwa 15 Minuten meiner Zeit, um mich mit Kapitalanlage-Themen zu beschäftigen. Das mag für andere total langweilig klingen, ich finde es super interessant. Außerdem bin ich ein totaler Fan von Bitcoin und Crypto – das ist mittlerweile eine echte Leidenschaft. Faszinieren tut mich außerdem alles, was mit Astrophysik zu tun hat, deshalb lese ich gerne darüber oder höre mir Podcasts dazu an. Ich bin glücklicher Familienvater von 2 Kindern. Meine Frau und ich haben einen Jungen und ein Mädchen – in der Reihenfolge, wollte ich genau so haben. Mit meiner Familie verbringe ich viel Zeit. Ansonsten gibt es einen kurzen Satz, der mir dabei hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden und Ziele zu erreichen. Er lautet: Besiege dich selbst!

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