Die KRAVAG auf dem ADAC Truck Grand Prix
Familientreffen auf dem Nürburgring
75 Jahre KRAVAG, 75 Geschichten: In unserem Jubiläumsjahr erzählen wir spannende Storys aus der Transport- und Logistikbranche, von besonderen Menschen und außergewöhnlichen Ereignissen, die die KRAVAG geprägt haben.
Wer schon einmal auf einer der großen Rennstrecke war, kennt die unglaubliche Geräuschkulisse, die während eines Rennens herrscht: das aggressive Knurren der Motoren, das Sausen der vorbeirasenden Rennfahrzeuge und das Jubeln der begeisterten Motorsport-Fans. Dass der ADAC Truck Grand Prix kein normales Rennsportereignis ist, hört man schon, noch bevor die Renntrucks überhaupt zu sehen sind. Mit mehr als 1.000 PS donnern die großen Zugmaschinen über die Südschleife des Nürburgrings - und stellen dabei zumindest in Sachen Lautstärke jeden Supersportwagen in den Schatten.
Der ADAC Truck Grand Prix ist der jährliche Höhepunkt der European Truck Racing Championship (ETRC). Bereits seit 1986 fahren die rund fünf Tonnen schweren Trucks im Juli hier ihre Runden. Seit mehr als 30 Jahren sind auch wir ein fester Bestandteil des Events - anfangs nur mit zwei Mitarbeitenden im knallroten Overall und dem historischen FAUN, der beim traditionellen Oldtimerkorso auf dem Nürburgring mitfuhr. Heute gehört der ADAC Truck Grand Prix fest in den Terminkalender von KRAVAG, SVG und KUSS.
Branchentreff der Transport- und Logistikszene
Aus den zwei Mitarbeitenden ist mittlerweile ein ganzes Organisationteam geworden, das Jahr für Jahr ein Kundenevent samt eigenem Zelt mit Blick auf die Rennstrecke auf die Beine stellt. Rund 1.600 Gäste begrüßten KRAVAG, SVG und KUSS gemeinsam beim diesjährigen Truck Grand Prix. "Es gibt keine Veranstaltung, auf der wir näher an den Kunden sind - vom Unternehmer bis zum Fahrer", sagt Anja Ludwig, Leiterin KompetenzCenter Logistik & Mobilität. Schließlich versammelt sich während des Truck Grand Prix auf und abseits der Rennstrecke die Transport- und Logistikszene. Während auf dem örtlichen Messegelände Nutzfahrzeug- und Reifenhersteller ihre Neuheiten präsentieren, treffen sich die Fahrer, Unternehmer, Speditionsmitarbeitenden und Truckfans am Abend an ihren Lkw in der Müllenbachschleife im XXL-Trucker-Camp, um gemeinsam zu feiern.
Gefeiert wurde natürlich auch in unserem Zelt, schließlich werden wir in diesem Jahr 75 Jahre alt. Passend zum Jubiläum gab es sogar ein Ständchen von der Country-Band Buckles & Boots, die seit 2010 für den passenden Sound im Truck-Grand-Prix-Zelt sorgt. Das Quartett, zu dem auch R+V-Mitarbeiter Thomas Meder gehört, schrieb der KRAVAG einen eigenen Jubiläumssong. Ein echter Ohrwurm, der gut bei den Gästen ankam.
Spenden für den guten Zweck
Wo sich die Logistikbranche trifft, darf auch die Aktion Kinder-Unfallhilfe nicht fehlen. Der gemeinnützige Verein, der Kinder nach Unfällen unterstützt und sich für Präventionsarbeit im Straßenverkehr einsetzt, wurde schließlich aus den Reihen der Transportunternehmer gegründet. Vor dem KRAVAG-Zelt, direkt neben dem alten FAUN, sammelte das Organisationsteam fleißig Spenden und verteilte Sicherheitsartikel wie Leuchtsreifen, reflektierende Rucksäcke und Fahrradhelme für Kinder. Ganze 2.550,88 Euro kamen so für den guten Zweck zusammen.
Austausch über Zukunftsthemen
Bereits zum 18. Mal fand zudem am Freitag das Truck Symposium statt, auf dem mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden und Medien über die Zukunft des Straßengüterverkehrs diskutierten. In diesem Jahr stand das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. "Uns ist es mittlerweile gelungen, ein fester Bestandteil des Truck Symposiums zu werden", erklärt Anja Ludwig, die selbst als Rednerin auf der Bühne stand und unter anderem über KRAVAG Truck Parking sprach.
Rennsport und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus
Nachhaltigkeit und Rennsport mit über 1.000 PS starken Motoren: Wie kann das zusammenpassen? Die ETRC war 2021 die erste internationale Rennserie, die auf die synthetische Diesel-Alternative HVO umgestellt hat. Dabei handelt es sich um einen synthetischen Kraftstoff aus hydrierten (also mithilfe von Wasserstoff umgewandelten) Pflanzen- und Speiseölresten, das ohne Umrüstung in vielen herkömmlichen Dieselfahrzeugen verwendet werden kann. Darüber hinaus verbrennt HVO effizienter und stößt weniger Feinstaub und Stickoxid aus. Durch die Nutzung von HVO können bis zu 90 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden. Seit Frühjahr 2024 ist der Kraftstoff auch zum Verkauf an deutschen Tankstellen zugelassen. Rennserien wie die ETRC leisteten in Sachen alternative Kraftstoffe Pionierarbeit, lange bevor diese überhaupt auf europäische Straßen kommen.
Standgröße, Besucherzahlen, Motorentechnik und Kraftstoffe - in den vergangenen 30 Jahren hat sich viel verändert auf dem Truck Grand Prix. Eine Tradition gibt es allerdings noch immer: Der FAUN ist nach wie vor Teil des Oldtimer-Korsos und tuckert stets am Truck-Grand-Prix-Samstag mit seinen betagten Lkw-Kollegen über die Rennstrecke. Zwei Runden waren es in diesem Jahr - Hupkonzert inklusive.
